Studienbestand: 
Studien am FDZ-BO
StudyID: 
s0006
Letze Aktualisierung der Studie: 
Di, 2016-06-14
Ablageort: 
DSZ-BO
Zugangsinformationen: 

Momentan nicht verfügbar. Sperrfrist bis 01.07.2020.

Schlagwörter

Personaleinsatz aktiv gestalten

Projektleitung
Liebig, Stefan; Hense, Andrea
Beteiligte Mitarbeiter
Gebel, Tobias
Schork, Franziska
May, Meike
Meyermann, Alexia
Edler, Susanne
Schiek, Daniela
Institutioneller Anbindung
Universität Bielefeld, Fakultät für Soziologie
Gefördert durch
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Studienlaufzeit
01.07.2011 – 30.06.2015
Zitierweise
Gebel, Tobias; Hense, Andrea; Schork, Franziska; Jacobebbinghaus, Peter: Personaleinsatz aktiv gestalten. Datenzugang über DSZ-BO: DOI: 10.7478/s0006.1.v1
Kurzbeschreibung

Im Rahmen des durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Sonderforschungsbereichs 882 „Von Heterogenitäten zu Ungleichheiten“ wurde die qualitative Betriebsbefragung „Personaleinsatz aktiv gestalten“ als Bestandteil des Teilprojektes B4 „Betriebe und Ungleichheit: Synchrone und diachrone Ungleich-heitseffekte zeitweiser Entlassungen (Recalls)“ durchgeführt. Das Teilprojekt unter-suchte Ungleichheitseffekte „atypischer Beschäftigungsverhältnisse“, wie sie sich aus dem Zusammenspiel von unterschiedlichen betrieblichen Beschäftigungspolitiken, individuellen, arbeitsmarktrelevanten Merkmalen sowie den Interessen der Betriebe und Beschäftigten ergeben. Dies geschah anhand eines in der Arbeitsmarktfor-schung bislang weitgehend vernachlässigten atypischen Beschäftigungsverhältnis-ses, das international als „Recall“ oder „temporary layoff“ bezeichnet wird: der Entlassung und anschließenden Wiedereinstellung von Beschäftigten im gleichen Be-trieb. Dieses Beschäftigungsverhältnis kann als eine besondere Form diskontinuierlicher Beschäftigung angesehen werden, die sich durch eine unterbrochene Betriebsmitgliedschaft auszeichnet.

Ziel

Ziel des Teilprojektes war es herauszufinden, warum, wie und unter welchen Bedin-gungen Betriebe und Beschäftigte ein Beschäftigungsverhältnis in Form eines Re-calls eingehen und welche Folgen dies für die Betriebe sowie für die innerbetriebli-chen und außerbetrieblichen Beziehungen der Beschäftigten, ihre Erwerbs- und Le-bensführung hat.
Die zentralen Fragestellungen waren:
1. Warum, wie und unter welchen Bedingungen gehen Betriebe und Beschäftigte Beschäftigungsverhältnisse mit zeitweiser Entlassung ein?
2. Welche Effekte haben „unterbrochene Betriebsmitgliedschaften“ bei den Be-trieben und Beschäftigten, und werden hierdurch Ungleichheiten produziert?
3. Welche Mechanismen der Ungleichheitsproduktion können identifiziert werden, und wie wirken sie?

Geografischer Bezug
Deutschland
Erhebungszeitraum
November 2013 bis Juni 2015 (Feldzeit)
Überblick Methoden
Mixed-Method-Design
Art und Anzahl der Erhebungen
Für die Erhebung wurden leitfadengestützte, problemzentrierte Interviews mit personalverantwortlichen Expert/innen in Betrieben durchgeführt. Der Leitfaden gliederte sich nach dem Intervieweinstieg (A) in folgende fünf Themenblöcke: (B) Umgang und Erfahrungen mit Personalbedarfsschwankungen und der Stabilisierung von Perso-nalbedarf und Personalstruktur, (C) Personalbeschaffung und Personalabbau, (D) Wiederbeschäftigung ehemaliger Beschäftigter, (E) Effekte der Wiederbeschäftigung und (F) Abschlussfragen. Die Blöcke B und C waren zur Verortung der Recall-Strategie in der generellen Personalpolitik der Betriebe notwendig und wurden daher den konkreten Nachfragen zur Recall-Beschäftigung vorgeschaltet. Weitere Hintergrundinformationen und Erläuterungen zur Interviewstrategie finden sich als Instruktionen für die Interviewer/innen im Leitfaden in Anlage 1. Nach dem Interview wurde von der/dem Interviewer/in zudem ein ausführliches Interviewprotokoll ausge-füllt, um Begleit-/Kontextinformationen zum Interview festzuhalten. In den Interviews stellte sich, insbesondere in Betrieben mit einer hohen Nutzung von Recall-Beschäftigung heraus, dass die Bezeichnung „ehemalige Mitarbeiter/in“, die zunächst für Recall-Beschäftigte verwendet wurde, von den betrieblichen Ex-pert/innen nicht verstanden wurde und für Irritationen sorgte. Dies erklärte sich dar-aus, dass die Recall-Beschäftigten aus betrieblicher Sicht häufig nicht als „Ehemali-ge“ angesehen werden. In dessen Folge wurden die Begrifflichkeiten im Interviewleit-faden verändert und stattdessen von „Wiedereinstellung“, „erneuter Wiedereinstel-lung“ oder „wiederholender Einstellung“ gesprochen.

Datensätze / Materialien